(Quelle: Chessbase) Die heutige 8. Runde des Chess Masters in Bilbao sah zwei Gewinner. Magnus Carlsen sammelte gegen Francisco Vallejo einen Springer ein, der sich unglücklich an den Rand verlaufen hatte und von Vallejo nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden war. Die folgende technische Phase löste der Norweger problemlos. Zu einem "Dreier" kam auch Hikaru Nakamura gegen Levon Aronian. Im Endspiel mit Turm und Springer erwiesen sich die Bauern des Armeniers als anfälliger. Ivanchuk und Anand reduzierten ihren Dameninder nach und nach zu einem reinen Springerendspiel - zu gewinnen gab es dann nichts mehr. In der Tabelle hat Ivanchuk bei noch zwei ausstehenden Runden drei Punkte Vorsprung vor Carlsen und Nakamura.


Showdown in Bilbao

Die gestrige Vorschlussrunde brachte einige Aufregung mit sich: Carlsen überrollte Ivanschuk zum persönlichen Gesamtergebnis von 6:0 in diesem Turnier, Aronian gewann ziemlich schnell und klar gegen Anand - der Weltmeister ist plötzlich Letzter - und Nakamura überschritt gegen Vallejo die Zeit. Der US-Amerikaner hatte in der Blitzphase der Partie wie sein Gegner die Züge nicht mehr notiert und dachte, er hätte die 40 Züge geschafft - hatte er aber nicht. Da er dachte, dass der Schiedsrichter ihn auf diesen Umstand hätte aufmerksam müssen, setzte er einen Protestbrief auf. Wahrscheinlich wird das keinen Erfolg haben. In der heutigen Schlussrunden spielt Carslen mit Schwarz gegen Nakamura und Ivanchuk mit Weiß gegen Aronian um den Turniersieg. Falls Carlsen und Ivanchuk gewinnen oder remis spielen, kommt es zu einem Stichkampf zwischen den beiden. Falls Aronian und Nakamura gewinnen, sind am Ende alle vier Spieler punktgleich und es kommt zu einem Vierer-Stichkampf.